Kategorie: Shitstorm

  • Und wie ist Ihre Reaktion auf einen Shitstorm?

    Reaktion auf Shitstorm

    Die wohl am häufigsten gestellte Frage bei Social Media Beratungen ist vermutlich die nach der Reaktion auf einen Shitstorm: „Aber was soll ich denn tun, wenn ich einen Shitstorm erlebe?“ Mir persönlich kommt es oft so vor, als haben alles Unternehmen vor allem Angst davor, sich in den Sozialen Medien zu bewegen, weil ein Shitstorm unausweichlich ist.

    Ehrlich gesagt, halte ich es für relativ unwahrscheinlich, in einen Shitstorm zu geraten, wenn man mit ein wenig Fingerspitzengefühl und gesundem Menschenverstand agiert und reagiert. Und sollte doch mal ein Shitstorm kommen…

    Reaktion auf einen Shitstorm

    …bleibt immer noch Zeit für eine angemessene Reaktion, wie die amerikanische Firma HoneyMaid zeigt. In einem ihrer Werbespots wurden unter anderem homosexuelle Familien gezeigt.

    Das war zu viel für einen Teil des amerikanischen Publikums und es hagelte nur so Protestschreiben. Der vielgefürchtete Shitstorm auf allen Social Media Kanälen des Unternehmens!

    Das Unternehmen jedoch blieb ganz cool und reagierte ungewöhnlich und unerwartet. Das Antwortvideo auf den Shitstorm brachte alle Kritiker zum Verstummen:

    Ganz ganz ganz toll gemacht! Großes Kino! Hut ab vor dieser Reaktion! Von so viel Kreativität und Gelassenheit im Angesicht eines Shitstorms können sich viele deutsche Unternehmen ein großes Stück abschneiden.

    Und was lernen wir daraus?

    Ein Shitstorm ist erstens nicht so 100% wahrscheinlich, wie immer alle denken. Und zweitens ist ein Shitstorm nicht das Ende der Fahnenstange, sondern man kann etwas dagegen tun. Und drittens kann man als Unternehmen sogar gestärkt aus einem gut bewältigten Shitstorm herausgehen, wie HoneyMaid gezeigt hat!

     

  • Wie wahrscheinlich ist ein Shitstorm?

    Gerade tobt es mal wieder im Social Web. Diesmal hat es die Firma CelebBoutique getroffen. Neulich waren es noch Adidas, der Tagesthemen-Sprecher Ingo Zamperoni, Fressnapf, die ING-Diba….. Die Rede ist vom Shitstorm, einer Entrüstungswelle, die durch die sozialen Netze brandet.

    CelebBoutique hat so ziemlich alles falsch gemacht, was man bei der Reaktion auf einen sich anbahnenden Shitstorm falsch machen kann. Sehr gut zusammengetragen hat das Richard Gutjahr, dessen Artikel „CelebBoutique – Rise of a Shitstorm“ ich allen nur ans Herz legen kann.

    Wie entsteht nun aber so ein Shitstorm? Und wie wahrscheinlich ist es, dass er mich trifft?

    Nicht jede Kritik im Netz und erst recht nicht jede negative Äusserung über ein Unternehmen oder eine Marke führen gleich zu einem Shitstorm. Im Allgemeinen erleben wohl eher wenige Unternehmen tatsächlich einen wirklichen, ernsthaften und auch als solchen zu bezeichnenden Shitstorm.

     

    Quelle: http://www.feinheit.ch/blog/2012/04/24/shitstorm-skala/

    Kritik im Netz erreicht nach meiner Einschätzung höchstens Stufe 3 auf dieser Grafik – und wenn man als Unternehmen mit gesundem Menschenverstand reagiert, wage ich anzuzweifeln, dass überhaupt diese Stufe erreicht wird. Wichtig ist dabei, dass die Reaktion
    – schnell
    – auf Augenhöhe und
    – angemessen
    erfolgt. Voraussetzung hierfür ist ein gutes Social-Media-Monitoring und eine gewisse Vorbereitung darauf, wie mit Krisenfällen umgegangen werden soll.

    Wer Zeit hat, sollte sich auf jeden Fall zu diesem Thema auch Sascha Lobos Vortrag „How to survive a Shitstorm“ von der re:publica 2010 ansehen.

     

    Damit es wirklich zu einem ernsthaften Shitstorm kommen kann, müssen auf beiden Seiten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Wie man als Unternehmen auf einen Shitstorm richtig reagiert, dazu finden sich sehr viele „Anleitungen“ im Netz. Sehr gut zusammengefasst beispielsweise als „10 Punkte, die eine gute Krisenkommunikation ausmachen“ von PR-Blogger. Wer diese Punkte beachtet und sich vorbereitet, läuft nur wenig bis keine Gefahr, einen Shitstorm zu erleben, der über eine schwache Brise hinausgeht.

    Spannend finde ich jedoch auch, sich einen Shitstorm mal von der anderen Seite her anzusehen, nämlich aus Sicht der Verursacher.

    Quelle: http://www.feinheit.ch/blog/2012/06/17/wie-starte-ich-einen-shitstorm/

    Mein Fazit: wer sich mit Hilfe eines Experten vorbereitet, nimmt einem Shitstorm bereits als laues Lüftchen den Wind aus den Segeln und senkt damit dessen Wahrscheinlichkeit auf ein Minimum!